März 192026
 

Der traditionelle Suchtpräventionstag wurde auch in diesem Schuljahr wieder durch den Suchtsack eingeläutet. Es wird nicht verraten, was da alles drin ist aber so viel kann gesagt werden: Es gibt sehr viele verschiedene Süchte. Viele kannten die Kinder, viele auch nicht. Im Gespräch kam heraus, dass nicht wenige Schüler:innen stundenlang Zocken oder Sozialen Medien konsumieren (manche 5 Stunden am Tag). Auch das kann zur Sucht werden.

Wie so eine Sucht entsteht und abwann es brenzlig wird konnten die Kinder am 19.03.2026 lernen. An der Station Sucht und Abhängigkeit sprach Frau Kaulfuss (Koordinatorin Netzwerk Sucht Landratsamt Saalfeld- Rudolstadt) mit den Kindern über den Suchtverlauf, legale und illegale Süchte und was vor solchen schützen kann.

„Ich war überrascht, wieviel komisches Zeug in Drogen drin ist.“

Schüler/in Kl. 7

Derweil konnte immer eine kleine Gruppe im Rauschparcours testen, wie man unter Einfluss von Alkohol sieht. Die Schüler:innen sollten verschiedene Aktionen ausführen. Viele waren erschrocken, wie schlecht die sonst alltäglichen Dinge durchzuführen gingen. Aber es hat allen sehr viel Spaß gemacht und für viele Lacher gesorgt.

„Mir war neu, was in Zigaretten alles drin ist.“

Schüler/in Kl. 7

An der Station Rauchen thematisierten Henry Kreutzmann und seine Kollegin (Mobile Jugendarbeit Königsee, Schwarzatal
Jugendförderverein Saalfeld-Rudolstadt e.V.) was der Konsum von Zigaretten langfristig mit dem Körper macht. Einige Kinder waren erschrocken, dass manche Menchen 2000 Euro im Jahr für das Rauchen ausgeben. Auch wussten die wenigsten, was alles in Zigaretten enthalen ist.

„Rauchen verkürzt mein Leben.“

Schüler/in Kl. 7

An der Station Alkohl erfuhren die Schüler:innen mittels einer Posterausstellung und eines kleines Quizzes von Frau Breuer (Kreissportjugendkoordinatorin bei der Kreissportjugend im KSB „Saale/Schwarza“ e.V. mit „Mix dich fit“) mehr zur Wirkung von Alkohol. Dazu reichte sie alkoholfreie Cocktails. Diese wurden gesponsort vom Verein der Freunde und Förderer der Regelschule „Friedrich Fröbel“ Oberweißbach.

Auch wenn viele Schüler:innen sagten, daß sie schon sehr viel über die Wirkung von Alkohol, Zigaretten und Drogen gewusst zu haben wurde beim abschließenden Suchtquiz von blu:interact bei vielen Fragen geraten.

„Rauchen, Drogen = ungesund und sau teuer“

Schüler/in Kl. 7

Fazit: Der Suchtpräventionstag war zwar lang, aber unterhaltsam und durch die verschiedenen Stationen und Aktivitäten abwechslungsreich. Die Schüler:innen fanden die Referenten alle sehr nett und ihre Erklärungen gut. Die Meisten äußerten danach, dass sie die Finger von Rauchen und Drogen lassen wollen, weil deren Konsum so schädlich ist. Natürlich hätten die Kinder auch selbst gern mehr geredet, aber immerhin ist so ein Projekttag „besser als Unterricht“.

Ich danke allen Referenten für ihren tatkräftigen Einsatz, den Schülern für ihre Aufmerksamkeit und Beiträge und dem Förderverein für ihre Unterstützung.

A. Seidel
– Schulsozialarbeit –